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Meine Motivation ist, dass ich mich auf nationaler Ebene für die Interessen unseres Kantons und für eine effiziente Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einsetzen möchte. Besonderes am Herzen liegen mir die Wirtschaftspolitik, die Bildungspolitik, die Umweltpolitik und die Ausländerintegrationspolitik.  

Die Verteidigung der Arbeitnehmerinteressen und der Erhalt eines starken Service public sind ebenfalls Gründe für meine Kandidatur. Übrigens setzte ich mich für eine verantwortliche und vernünftige Bekämpfung der Jungendgewalt durch eine Verbesserung unserer Erziehungsmittel ein.



Geboren am 22. Februar 1962, ledig, Vater von 2 Kindern, Jurist, SP Nationalrat.

1982 mit zwanzig Jahren kam ich als Asylbewerber in die Schweiz, weil ich als politisch aktiver Student verfolgt wurde. In der Schweiz bekam ich nach ein paar Jahren die Aufenthaltsbewilligung, studierte in Fribourg Jura und arbeite heute als juristischer Berater am interkulturellen Begegnungszentrum „Multimondo“ in Biel. Ich besitze seit 1997 den Schweizer Pass.

Ich kam sehr früh mit Politik in Berührung. Schon in Angola, dem Land, in dem ich geboren wurde, trat ich mit 17 der Jugendgruppe einer Partei bei. In der Schweiz ging ich 1996 zur SP. 2004 wurde ich in den Stadtrat von Biel und 2006 in den Grossrat des Kantons Bern gewählt. Seit Dezember 2007 sitze ich im Nationalrat und gehöre zur sicherheitspolitischen Kommission.

Ein der wichtigsten Gewinne der multikulturellen Begegnung auf meinem Sichtpunkt ist die Tatsache, dass ich die Möglichkeit gehabt habe 8 Sprachen zu lernen: Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Englisch, Spanisch darunter 3 afrikanische Sprachen: Kikongo, Kikongo ya Leta und Lingala.



                                    POLITISCHE ANSICHT 


Die Notwendigkeit eines Einsatzes für mehr soziale Gerechtigkeit

Alle Analysen zeigen, dass es der Schweizer Wirtschaft derzeit gut geht, insbesondere dank dem günstigen Frankenkurs und der Stabilisierung des Arbeitsmarkts. Einige sehen sich dadurch bereits veranlasst, Sozialleistungen als unnötig zu bezeichnen und die Bedeutung von sozialem Engagement zu unterschätzen. Dabei nimmt das Phänomen der Armut in unserem Land nach wie vor zu. Viele Personen sind auf Sozialhilfe angewiesen. Das zeigt, dass wir in einer Gesellschaft mit zwei Gesichtern leben.

Diese Erkenntnis führt uns dazu, dass wir ganz grundsätzlich das Bewusstsein dafür wecken wollen, wie wichtig und dringend der Einsatz für die Verteidigung der Sozialleistungen für mittellose Personen ist; für Personen, die aus verschiedenen sozio-ökonomischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Barrieren keine Chancen in unserer Gesellschaft haben.

Wir stellen fest, dass in der Schweiz, wo nicht zuletzt dank der aktiven Arbeiterschaft ein guter Wirtschaftsgang erreicht werden kann, die wahren Sorgen und Probleme der mittellosen Personen meist zweitrangig behandelt werden. Dabei kann nur eine betont soziale Politik den Arbeitenden, den Arbeitslosen, den vom selektiven Bildungssystem Ausgeschlossenen und den Jugendlichen auf der Suche nach einer Lehrstelle beistehen.

Zugegeben, durch das Ausüben von Macht neigen wir Sozialisten manchmal dazu, gewisse Haltungen einzunehmen, die im Konsens mit unseren Gegnern stehen. Aber wir dürfen dabei die Grenzen nicht verkennen und den Kern der sozialen Errungenschaften nicht antasten.

Die Sozialdemokraten sollen sich grundsätzlich immer wieder zu ihren Werten bekennen und tagtäglich für sie kämpfen, um den aktuellen sozioökonomischen Bedingungen zu begegnen, die derzeit in unseren Regionen, Kantonen und im Land vorherrschen.

Wir möchten uns dafür hüten, die Haltung von Bürokraten zu übernehmen, die sich von der Realität des Lebens und den Sorgen der Menschen entfernt haben. Wir sollen uns vielmehr immer wieder daran erinnern, auf welcher Seite wir stehen. Denn dies war der Schlüssel für das Überleben und den Erfolg des Sozialismus. Die Zeit ist gekommen, um die Ärmel hochzukrempeln. 

Wir stehen ein für eine starke und konkurrenzfähige Wirtschaft. Aber die Wirtschaft muss die menschlichen und sozialen Bedürfnisse berücksichtigen, um soziale Gerechtigkeit gewährleisten zu können. Diese soziale Gerechtigkeit ist in unserem Land höchst bedroht.

Dabei betonen wir aber bei dieser Gelegenheit auch, dass wir ernsthaft und kompromisslos jegliche Missbräuche ablehnen. Missbräuche, in welchem Bereich auch immer, möchten wir entschlossen bekämpfen. Wir sind überzeugt, dass Mechanismen gefunden werden können, welche den Missbrauch verhindern, ohne die sozialen Errungenschaften und die Rechte der mittellosen Menschen auszuhöhlen. 

Ausserdem kann die soziale Gerechtigkeit, die wir anstreben, nicht realisiert werden, ohne dass die ökologischen Bedürfnisse berücksichtigt werden.

 
     
 
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